Fliegerhorst Wunstorf

by Ralf Weber

Der Flugplatz Wunstorf, auch Fliegerhorst Wunstorf genannt, liegt nordwestlich von Hannover. Hier werden unter anderem Elektroniker und Fluggerätmechaniker ausgebildet. Auf dem Fluggelände selbst ist das Lufttransportgeschwader 62 der Bundeswehr stationiert. Zudem ist der Fliegerhorst der Heimatflughafen des Militärtransporters A400M und ist somit ein wichtiger Bestandteil von Wunstorf.

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Geschichte vom Fliegerhorst Wunstorf

Der Grundstein für den Fliegerhorst wurde 1934 von der Deutschen Wehrmacht in Klein Heidorn gelegt. Zwischen den Jahren 1936 und 1945 waren verschiedene Einheiten auf dem Militärflugplatz stationiert. Im April 1945 übernahm die Royal Airforce den Fliegerhorst. Zu Beginn wurde er von den Alliierten Airfield B.116 genannt. Im Sommer 1945 waren dort die Staffeln XIV und XVI der Royal Canadian Airforce, Typhoon-IB sowie Freiwillige aus den Niederlanden und aus Belgien stationiert. Der Fliegerhorts Wunstorf war einer der wenigen Militärflugplätze, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs weiter benutzt wurde.

Modernisierung des Militärflugplatzes

Mittlerweile hat sich der Fliegerhorst Wunstorf zum Dreh- und Angelpunkt für weltweite Militäreinsätze entwickelt. Zwischen den Monaten August 2009 und Dezember 2016 wurden, laut Angaben des Finanzministeriums von Niedersachsen, ungefähr 450 Millionen Euro für die Sanierung vom Flughafen Wunstorf ausgegeben. Die Sanierung sowie der weitere Ausbau sollen voraussichtlich bis zum Jahr 2028 andauern. Dafür werden zusätzliche Kosten in Höhe von 300 Millionen Euro kalkuliert.

Aktuelle Projekte auf dem Fliegerhost Wunstorf

Ein aktuelles Projekt auf dem Militärflughafen ist der Bau eines Lazaretts. Das mit vier Motoren bestückte Lazarettflugzeug vom Typ A400M soll dazu genutzt werden, um Verletzte aus Kriegsgebieten zu bergen und in Sicherheit zu bringen. Daher sind im Frachtraum der Militärmaschine spezifischen Materialien für Transporteinheiten befestigt. In absehbarer Zeit sollen in dem Lazarettneubau zwei voll ausgestattete Lazarettflugzeuge verfügbar sein.

Erweiterung des Schulungszentrums

Während des letzten Umbaus in den 1930er Jahren entstand auf dem Fliegerhorst Wunstorf ein internationales, modernes Ausbildungszentrum. Hier wurden Techniker und Piloten geschult. Vom Fliegerhorst Wunstorf werden weltweite militärische Einsätze geflogen.

Motorsport auf dem Fliegerhorst Wunstorf

Auf dem Fliegerhorst Wunstorf wurden zwischen den Jahren 1984 und 1993 insgesamt neun Rennen um die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft, kurz DTM, ausgetragen. Bei der 5.050 Meter langen Strecke handelt es sich um eine der längsten in der bisherigen Geschichte der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft. Inhaber des Rundenrekords ist der italienische Rennfahrer Nicola Larini. Des Weiteren werden auf dem Gelände mehrmals jährlich interessante Motorsportwochenenden veranstaltet, darunter die Wettkämpfe im Clubsportkart- und im Jugendkart-Slalom.