Die Geschichte von Wunstorf

by Ralf Weber

Wunstorf ist eine Stadt mit einer langen Tradition. Der Name Wunstorf leitete sich damals von einer Dorfsiedlung namens “Wonherestorpe” ab. In der jetzigen Form besteht Wunstorf seit 1974. Sie war das Ergebnis der Verwaltungs- und Gebietsreform. Im Zuge dessen wurden die Ortschaften Luthe, Blumenau, Bokeloh, Steinhude, Klein-Heidorn, Idensen, Kolenfeld, Mesmerode und Großenheidorn in Wunstorf eingegliedert.

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Der Fliegerhorst Wunstorf

Der Ersten Weltkrieg nahm auch auf das Leben der Dorfbewohner Einfluss. Hunger, Angst und Trauer hatten sie fest im Griff. Bis heute ist Wunstorf von dieser Zeit geprägt. Die vielen Gefallenendenkmäler erinnern an diese dunkle Zeit.

Auch der zweite Weltkrieg hielt in Wunstorf Einzug. Die Alliierten nutzten den Flugplatz Wunstorf, auch genannt Fliegerhorst Wunstorf, als Stützpunkt. 1963 wurde hier der Bundeskanzler Adenauer mit einer Parade verabschiedet. Neben dem militärischen Zweck hatte der Flugplatz noch einen weiteren Zweck: Er wurde zwischen 1964 bis 1998 als jährlichen Veranstaltungsort für Sportfliegerei genutzt.

Die städtische Partnerstadt Wunstorf

Mit der Stadt Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt (1990) und der französischen Stadt Flers (1996) unterhält Wunstorf eine städtische Partnerstadt. Verbunden sind diese drei Städte nicht nur durch die Stadtverwaltung, sondern pflegen durch Schulen, Vereine und Gruppen ihre Partnerschaft. Mit einer Einwohneranzahl von etwa 42.000 Menschen (Stand 2017) zählt Wunstorf zu einer Mittelstadt.

Der Standort von Wunstorf

Die traditionsreiche Stadt befindet sich in der Region Hannover und gehört zum Bundesland Niedersachsen. Sie ist nur etwa 20 Kilometer von der Landeshauptstadt Hannover entfernt. Wunstorf ist sehr gut über die Bundesautobahn A2 zu erreichen sowie über die Bundesstraßen B441 und B442. Natürlich ist die Stadt auch gut mit der Bahn erreichbar.
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Sehenswürdigkeiten von Wunstorf

Wunstorf zeichnet sich durch viele Baudenkmale und Sehenswürdigkeiten aus.
Einer der ältesten und zugleich schönsten Baudenkmale ist der Ratskeller, welcher bereits im 14. Jahrhundert gebaut wurde. Der Ratskeller ist ein Fachwerkhaus, das sich über zwei Etagen erstreckt. 1735 wurde für den damaligen Stadtvogt ein Anbau an den Ratskeller gebaut, den dieser als Amtswohnung nutzte. 1987 wurde die Amtswohnung zu Gunsten eines Neubaus abgerissen.

Die heutige Stadtbibliothek war die ehemalige Abtei. Datiert wird das Fachwerkhaus mit zwei Etagen auf das Jahr 1518. Im Jahre 1710 wurde das Dach um 90 Grad gedreht. Dies wurde aber zwischen 1985 und 1987 im Zuge einer Sanierung wieder zu seiner Ursprungsform umgebaut.

Die Stiftskirche und ihre Umgebung zählen zu den bedeutendsten Bauwerken und Sehenswürdigkeiten. Sie ist geprägt von Bauten mit einem religiösen Hintergrund. So finden sich hier das Pastorenhaus, das Pfarrhaus oder das Pfarrwitwenhaus.